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The Marble Index

5.26

  • 5 Bewertungen: 5.0




The Marble Index

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Faszinierend!
Schwieriges Album. Düster, spärlich, sperrig, abweisend, kalt und entrückt sind Worte, die mir hierzu in den Sinn kommen. Sehr gewöhnungsbedürftiges, aber ungemein faszinierendes Kunstwerk. Es ist offensichtlich, dass Nico viel mehr drauf hatte, als man nach ihrem Gastpiel bei Velvet Underground hätte meinen können. Wer anspruchsvolle, avantgardistische Musik mag, dem sei diese Scheibe unbedingt empfohlen!
 
  extrem
Sehr düsteres Album. Die Musik lässt schon Vergleiche mit Industrial-Ambient zu, wenngleich wohl mit herkömmlichen Instrumenten produziert. Gesang und Stimme sind auch nichts für Positvdenker.
Trotzdem hat man beim zweiten und dritten Anhören plötzlich das Gefühl, mitsingen zu können (kann es aber wohl nicht), denn sie sind irgenwie trotz allem eingängig. Verwirrt? Da kann ich auch nicht helfen. Selber anhören und selber verzweifeln...
 
Sehr düster
Jemand hat dieses Werk einmal als bedeutendstes Werk neuer klassischer Musik der zweiten Hälfte des 20. Jh. bezeichnet. Ich weiß nicht ... Ich kenne keine Platte, die trauriger klingt als "Marble Index".
"Prelude" ist ein monotoner Eingang mit dem Spinett, ein seltsames Blubbern führt zu "Lawns of Dawn" (eine präparierte Gitarre von John Cale?) in eine Reise zu seltsamen Schichten des (Unter-)Bewußtseins ein . "No one is there" handelt von totaler Einsamkeit, auch "Frozen Warnings" läßt einem das Blut gefrieren vor so viel Tristesse und Emotionsleere. Der Warhol-Clan und eine beginnende Heroinsucht hatten bei der Titelblatt-Schönheit von einst Spuren hinterlassen.
Nico gab sich mit diesem Album keine kommerzielle Chance. Dieser Mut macht "Marble Index" auch zu einem Kunstwerk. Nicht ein eingängiger Song wie "I`ll be your mirror" oder "Femme Fatale". Die Lieder sollen angeblich z.T. in völliger Dunkelheit in der Badewanne komponiert worden sein. John Cale als Produzent hatte mit "Marble Index" eine Mission, seine avandgardistisch Arrangements zu verwirklichen, die ihm bei "Velvet Underground" meistens verwehrt worden sind. Er war gerade aus dieser Gruppe ausgestiegen. Nico schon 1 Jahr vorher.
Das Album bekam einige Publicity und Aufmerksamkeit, verkaufte sich aber kaum. Wegen der Bekanntheit von Andy Warhol hatte Nico sogar EMI als Plattenfirma bekommen. Christa Päffgen konnte für sich in Anspruch nehmen, daß sie 1968 mit dieser Art von "gotischer?" Musik weltweit ganz alleine dastand. Auch heute fällt mir kaum etwas ähnliches ein.
Musikalisch ist das Album sehr originell, ihre Stimmlage ist hier nicht so mein Fall, die Vocals von "Camera Obscura" und "Orly Flight" gefallen mir als Abmischung besser. "Roses in the Snow" und "Nibelungen" passen als Bonus-Tracks. Ich weiß nicht so recht, wem man das schwarze Werk eigentlich empfehlen soll?
 
  unglaublich intensive akustische Alpträume
Ganz bestimmt keine Platte, die man sich vor dem Schlafengehen anhören sollte. Auch für den Genuss von Alkohol oder Drogen nur sehr bedingt geeignet. Es sei denn, man hat nichts gegen Alpträume oder einen kleinen Horrortrip.

Wer aber intensive Musik sucht, die einem nicht kalt lassen kann, und wer gut arrangierte akustische Musik mag, die auch etwas mehr als schwermütig sein darf, der wird auf dieser Platte Welten entdecken.

Zusätzlich zur Vinyl-Ausgabe gibt es auf der CD noch zwei Bonus-Tracks, die zwar nicht so ganz zum Konzept der restlichen Platte passen, aber trotzdem sehr hörenswert sind ("Roses in the Snow" ist eindeutig ein Ohrwurm!). Aber auch ohne diese gehört diese CD zu den Perlen in meinem Plattenschrank.
 
Sehr guter harter Punk
Nico ist so ähnlich wie NoFx oder Pennywise nur noch etwas härter als die neueren Platten wie z.b.:Pump up the valuum von NOFX Trotzdem ein guter Tip The Marble Index ist das beste was nico je gemacht hat