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The Alchemy Index : Vol.3 + 4

9.58


Auf Air , den ersten sechs Songs des neuen Albums, wird diese Marschroute konsequent weiterverfolgt, Hardcore - Elemente hört man aus den komplexen, avantgardistischen Stücken nur ansatzweise heraus.

Doch mit Earth entfernen sich Thrice noch weiter von ihren harten Wurzeln.

Filigrane Akustikgitarren und melancholische Klavierläufe verdrängen den Verzerrer, Singer / Songwriter - und sogar Jazz - und Country - Arrangements entführen den Hörer in gänzlich neue Gefilde, die von Zerbrechlichkeit, Ruhe und wunderschönen Melodien dominiert werden.

Mit dem dritten und vierten Teil ihres Konzeptwerks The Alchemy Index beenden Thrice das ambitionierteste Experiment ihrer Karriere und beweisen eindrucksvoll, dass sie viel mehr als eine Postcore - Band sind.
Schon mit dem Vorgängeralbum The Alchemy Index : Vols. I & II - Fire & Water lösten sich Thrice von sämtlichen Limitierungen des Hardcore - Genres und reicherten ihren Sound mit innovativen Ambient - Soundscapes, eingängigem Alternative - Rock und progressiven, epischen Songstrukturen an, ohne dabei sich selbst und den roten Erzählfaden zu verlieren.

Mit diesen letzten sechs Nummern, die den Vierteiler perfekt abrunden, etablieren sich die Kalifornier endgültig als zutiefst eigenständige, hyperkreative Band, die sich hinter Größen wie Coheed And Cambria oder ... Trail Of Dead zu keinem Zeitpunkt verstecken muss.
- Michael Rensen
  • 6 Bewertungen: 4.5




The Alchemy Index : Vol.3 + 4

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A fire burns beneath Manhattan...
Nach dem enorm starken ersten Teil war ich schon sehr gespannt auf das zweite Werk der Kalifornier. Enttäuscht bin ich keineswegs, doch an die Qualität des überragenden Water reichen weder die Luft- noch die Erdstücke heran. Unüberhörbar setzt sich die Band im ersten Teil mit Broken Lungs sowie The Sky Is Falling musikalisch mit dem 9/11 auseinander, beides tolle, nachhaltige Songs. Auch das ruhige A Song for Milly Michaelson und das sphärische Silver Wings wissen zu gefallen.

Mit viel Acoustic-Gitarre durchsetzten Countryklängen hat die Band abschließend ihre Earth-Motive vertont. Ich mag The Earth Isn't Humming, Lion And The Wolf und All You Weary, mit den anderen Dreien werde ich nicht so wirklich warm, sie wirken ein wenig schwerfällig, aber vielleicht springt der Funke noch über. Wie der Erstling ist es ein Album, das man oft hören kann und vor allem oft hören sollte.
Aufgrund des in meinen Ohren nicht ganz so überzeugenden Earth ist Index Vol. III+IV nicht perfekt geworden, aber immer noch sehr eindrucksvoll.

 
  Moving Mountains
Thrice wollten Berge bewegen und haben es fast geschafft. Air & Earth erreichen musikalisch nicht ganz das Niveau von Fire & Water und entwickeln sich weit weg vom gewohnten Thrice Sound bis hin zu Country Klängen. Dennoch verdient das Gesamtkonzept eine einheitliche Benotung und das sind solide vier Sterne. Das Konzept trägt und wenn man sich die Mühe macht, 90 Minuten der vier EPs am Stück anzuhören, dann ist man gefangen in der Kontinuität, der radikalen Konsequenz der Musik. Als ich Air & Earth das erste Mal angehört habe, war ich enttäuscht. "Broken Lungs" erinnert noch an Fire & Water, doch danach wurde es immer ruhiger. Im Gesamtkonzept aber wird der Zusammenhang deutlich. Da es nicht sinnvoll ist, nur eine der beiden DoppelEPs zu haben wäre eine Veröffentlichung als DoppelLP meines Erachtens der richtige Weg gewesen, auch wenn die die Solitarität der einzelnen Teile etwas gelitten hätte. Aber Air & Earth ohne Fire & Water funktioniert nicht und kann Thrice Fans kaum für sich gewinnen. Ein gefährliches Projekt also.
 
Musikalische Innovation jenseits aller Hörgewohnheiten Teil II
(Intro von meiner Rezension zu Vol. I + II]
Es hat schon etwas Dramatisches, wenn ein Majorlabel eine seiner trächtigeren Rockbands aus ihrem Vertrag entlässt, weil diese an einer Vision festhalten. So geschehen bei Thrice. Während der Entstehung von "The Alchemy Index" kam es zum Split bei Island Records (das Label war geschockt, unter dem neuen Material keine Rockradio-tauglichen Stücke vorzufinden) und Thrice fand Heimat beim Indielabel Vagrant, wo ihnen die Türen offen standen.

Man sollte ihnen für diesen Schritt dankbar sein, denn mit "The Alchemy Index" gehen Thrice einen mutigen Schritt, der sie mit Sicherheit viele Fans kosten, ihnen aber auch neue Hörer verschaffen wird. Schon auf dem Vorgänger "Vheissu" ging es komplexer zur Sache und man merkte, dass hier eine Entwicklung von statten ging, bei der sich Thrice deutlich von "Identity Crisis"- und "The Artist And The Ambulence"-Zeiten abhoben. Das neue Werk setzt noch einmal einen drauf: die Vertonung der vier Elemente der Alchemie in je sechs Songs auf vier EPs, zusammen gefasst zu zwei Alben.

die Fortsetzung des im letzten Winter erschienen "The Alchemy Index Vols. I + II" liegt nun seit wenigen Tagn in meinem Player. Ich gebe zu, dass ich das Gehörte erst verarbeiten musste, bevor ich etwas dazu schreiben konnte. Aber hier nun meine Eindrücke:

VOL. III - AIR:
Die Air-EP beginnt mit "Broken Lungs" mit einer unerwartet schwingenden Melancholie. Dustin Kensrues Stimme zaubert. Im Refrain kommt dann doch etwas Kraft hindurch. "The Sky Is Falling" kontrastiert eine hektische musikalische Begleitung zu sehr ruhigem Gesang, das minimalistische "A Song For Milly Michaelson" eignet sich perfekt zum Träumen. Das lange Stück "Daedalus" markiert den Höhepunkt der EP und zieht über die sechs Minuetn einen musikalischen Spannungsbogen, der sich gewaschen hat. Der sehr ruhige und eindringliche Song "As The Crow Flies" kommt wieder mit sehnsüchtiger Melancholie daher und im abschließenden "Silver Wings" erzählt Kensrue wie schon bei "Kings Upon The Main" (Water) und "The Flame Deluge" (Fire) aus der Sicht des Elements. Wie auch bei den beiden letzten Songs der Vorgänger-EPs ist "Silver Wings" als Sonett aufgebaut und benutzt am Ende die selbe Intonierung wie die Endstücke von Water und Fire.

VOL. IV - EARTH:
Die Earth-EP klingt bodenständiger. Akustik-Gitarren und minimale Percussion, aufgenommen im Wohnzimmer Kensrues, verleiht einen "erdigen" Sound. "Moving Mountains" kommt als wehmütiger Country-Song daher. Kensrue zeigt hier, wie vielfältig seine Stimme ist. "Digging My Own Grave" steckt im Gewand eines düsteren Blues, "The Earth Isn't Humming wäre mit E-Gitarren sicher ein typischer Thrice-Song aus früheren Zeiten. Leichte Aggressivität kann man dem Stück nicht absprechen, allerdings ist die Experimentierfreude was Melodien und Instrumentalisierung angeht hier wieder groß. Das vom Klavier getragene "The Lion And The Wolf" wirkt irgendwie hypnotisch. Der Background ist erfüllt von subtilene Chorgesängen, während Kensrue in höhere Stimmlagen vordringt. "Come All You Weary" ist wie "Moving Mountains" ein astreines, sehnsüchtiges und düsteres Country-Stück, allerdings schwerfälliger und kräftiger als der Opener. Dem Lied haftet der Staub förmlich an den Absätzen. Auch kommt hier zum einzigen Mal auf der Earth-EP eine E-Gitarre zum Einsatz, allerdings nur als melodische Begleitung. Der Abschluss, "Child Of Dust" - das typische Sonett aus der Sicht des Elements - führt das Projekt zu einem hochdramatischen Schluss. Die Erde beklagt, dass ihr Kind - der Mensch - gegen sie rebelliert habe - doch am Ende (dem Tod) kehrt er wieder zu ihr zurück. Am Ende werden alle Instrumente und auch die Stimme dumpf, als ob man die Musik unter die Erde gebracht hätte.

Fazit:
"The Alchemy Index" hat etwas Herausragendes. Abwechslungsreich, stimmig und atmosphärisch und dabei nie bemüht wird ein großes Klangspektrum bedient. Von wütendem Postrock (Fire) über leichte und melancholische Ambientklänge (Air, Water) bis hin zu düsterem Country und Blues (Earth) - die Band beweißt Vielseitigkeit und hat dafür Respekt verdient. Während diverse andere Rockbands in letzter Zeit das Konzeptalbum neu entdeckt haben, gehen Thrice noch ein Stück weiter. Ich verneige mich. Applaus!
 
  Überragend.
Mit den beiden abschließenden Episoden dieses Mammut-Projektes ist die von Thrice ins Leben gerufene Saga um die vier Elemente nun vollständig, und um es kurz zu machen: Die berauschende Qualität der ersten beiden Episoden kann mühelos gehalten werden.

Wer erwartet hat, dass Thrice wie in der ersten Episode "Fire" nochmals zu ihren PostHardcore-Wurzeln zurückkehren, wird eines besseren belehrt.Sowohl "Air" als auch "Earth" kommen sehr gemäßigt daher und geben keinerlei Hinweis darauf, dass die Band seinerzeit fest im härteren Bereich verwurzelt war.

Dennoch und gerade deshalb ist der "Alchemy Index" gesamt gesehen ein unvergleichliches Meisterwerk, dass jegliche Konventionen aufsprengt und dabei sämtliche Klischees der modernen Rock-Musik links liegen lässt.
Thrice haben sich mit "The Alchemy Index" einen Platz im Rock-Olymp erkämpft, wobei dies vermutlich erst mit den Jahren deutlich werden wird, wie weit Thrice ihrer Zeit letztlich voraus waren.




 
Thrice
Also erstmal vorweg, ich war von The Alchemy Index vol. I & II sehr beeindruckt, musste mich aber 3,4 mal durch die songs hören bis sie mir richtig gefielen, ich dachte es könnte nicht noch besser kommen, das würden Thrice niemals toppen können. Also hab ich voller sehnsucht The Alchemy Index III & IV erwartet und letzte woche endlich bestellt, also erstmal ausgepackt und angehört.

Ich war hin und weg die Luft und Erde EP gefiel mir auf anhieb vorallem die Erde EP hats mir angetan, angefangen bei Moving Mountains über The Earth isnt Humming bis hin zu Come All You Weary... so viel gefühl liegt in der Stimme von Dustin, das sticht wirklich aus der Masse heraus!

Diese 2 Alben bzw. 4 EPs sind ein Meisterwerk! Ich kann nur jedem Thrice Fan empfehlen sich diese beiden Alben zuzulegen, auch wenn man mit Vheissu nicht unbdingt was anfangen kann (da es doch schon ruhiger als seine vorgänger alben ist) das sind The Alchemy Index I, II, III & IV mit sicherheit auch, aber es ohnt sich mit sicherheit!! Thrice haben ein wirklich extrem hohes Niveau erreicht. Volle Kaufempfehlung von mir, 5 Sterne!

p.s. auch nicht Thrice hörer sollten mal einen blick riskieren ;)